Lech – Land – Leute

Lech – Land – Leute
Vortrag am Mittwoch, 12. Juni 2013, 18.30 Uhr
anlässlich der Höfener Festwochen „Lech.Werk“
Höfen – Hahnenkammhalle
Programm siehe: http://www.hoefen.naturparkgemeinde.at/index.php?inhalt=hoekulturwochen.html
Im Bild der Flussgott Lech aus dem Vier-Flüsse-Brunnen in Augsburg


Mündung des Lechs (links) in die Donau.

Siehe dazu auch die Ausführungen zu meinem gleichnamigen Vortrag am 18. Oktober 2012 in Pflach.

Die Iller, der Lech, die Isar, der Inn: ‚Sie alle fließen (nach einem Merksatz in Bayerns Schulen) „links zur Donau hin“. Aber warum sind Iller und Isar weiblich, Lech und Inn männlich? Eine Frage, die nicht sicher beantwortet werden kann. Eine nachvollziehbare Erklärung ist, dass sie ursprünglich einem männlichen oder weiblichen Flussgott bzw. Flussgöttin geweiht waren. Jedoch wissen wir, dass vor rund 1000 Jahren nicht der Flussgott Lycus, sondern die Flussgöttin Licca für den Lech „zuständig“ war.

Genau hingegen kann jedoch gesagt werden, wo der Lech in die Donau mündet. Das ist genau bis Flusskilometer 2496,6 der Donau (siehe Bild) im Dreieck der Orte Rain am Lech – Marxheim und Lechsend. Von dort fließen die Lechwässer genau noch 2496,6 km bis zum Schwarzen Meer.

Wie lang ist der Lech? Eine Frage – unterschiedliche Antworten. Gemessen wird die Länge eines Flusses von der Mündung aufwärts. Laut offizieller Auskunft des Baubezirksamtes Reutte hat der Lech eine Länge von 256,5 km. Von diesen liegen 167,48 km in Bayern.

Was man sonst noch über den Lech wissen möchte? In Tirol wird er zweimal zur Stromgewinnung (Kniepass und Weißhaus) herangezogen. In Bayern wird er aber durch 24 Stauseen und 28 Kraftwerke gebändigt, sodass er kein Wildfluss mehr ist, bestenfalls eine feuchte Treppe von Staustufen. In Augsburg gibt es die Mehrzahl von Lech – nämlich die Leche, die zum Weltkulturerbe der UNESCO erklärt werden sollen. Schließlich wird der Lech in Augsburg sogar olympisch: 1972 fanden bei den Olympischen Sommerspielen von München auf ihm die Kanu-Bewerbe statt.